Die 5 ultimativen Lerntipps für Grundschüler

Hast du Probleme damit, deinem Kind die Art der Unterstürzung zu geben, die es jetzt, wo es in die Schule geht, benötigt? Vertraut dein Kind den Antworten der Lehrer mehr, als deinen? Dann hab ich hier 5 Tipps für dich, die dir und deinem Kind garantiert helfen und Stress nehmen.
Die Tipps sind zwar durchnummeriert, allerdings ist der erste genauso wichtig, wie der letzte.

  1. Kümmere dich um eine gute Eltern-Kind Beziehung
    Kinder wollen antworten auf all ihre Fragen. Darum hilft es ihnen nichts, wenn du zu oft genervt von ihrer ständigen Fragerei bist und Antworten wie „weil ich es sage“ oder „das ist halt so“ gibst oder wenn du dir irgendwelche Geschichten ausdenkst. Dies wäre sogar noch fataler. Ein solches Verhalten schädigt die Eltern-Kind Beziehung, da sie spätestens in der Schule Antworten auf ihre Fragen bekommen. Antworten, die tiefer gehen, als nur ein kurzes Abwinken, damit das Kind Ruhe gibt. Folglich wirst du als Elternteil immer unglaubwürdiger und dein Kind glaubt dem Lehrer viel mehr als dir. Zum anderen kann dein Kind die Zusammenhänge nicht verstehen, wenn du ihm keine richtige Erklärung lieferst. Wie soll dein Kind verstehen, dass man „Fuß“ mit „ß“ und nicht mit „ss“ schreibt, wenn es die Regeln nicht kennt? Und wie soll dein Kind deine Erklärung glauben, wenn du dich selbst unglaubwürdig gemacht hast? Natürlich weiß man als Elternteil nicht immer auf alles eine Antwort. Aber wozu gibt es denn Google? Auch wird in der Schullaufbahn eines Kindes bei den meisten Eltern irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem die Eltern den Schulstoff einfach nicht mehr verstehen, egal wie viel Mühe sie sich geben. In der Grundschule dürfte das aber nicht der Fall sein.
    Auch solltest du deinem Kind Hilfe anbieten, aber nicht aufzwingen. Es muss schließlich alleine lernen zu schreiben, zu lesen und zu rechnen. Es hilft deinem Kind nichts, wenn du für ihn oder sie die Hausaufgaben erledigst oder alles vorrechnest. Glaub mir, wenn ich dir sage, dass dein Kind viel stolzer auf sich selbst ist, wenn es etwas alleine geschafft hat. Es will schließlich autonom handeln. Biete Unterstützung an, aber hilf deinem Kind nur, wenn es Hilfe einfordert.
  2. Hör auf dein Kind zu loben & zu bestrafen
    Es gibt mittlerweile viele Artikel, die erklären, warum Kinder nicht gelobt und bestraft werden sollen. Daher erzähle ich es hier nur kurz. Loben untergräbt die innere Motivation. Es zeigt deinem Kind, genau wie übrigens das Aussprechen einer Strafe, dass du dein Kind nur lieb hast, wenn es z.B. eine gute Note bekommt oder sich gut benimmt. Werden nun für die Noten, welche ein Lob in Form einer Zahl ausdrücken, auch noch Belohnungen verteilt, belohnst du dein Kind für eine Belohnung. Das klingt doch schon völlig sinnfrei, oder?
  3. 10 Minuten am Tag
    Gerade in Mathe oder Deutsch heißt es die Übung mache den Meister. Und egal wie viele Jahre vergehen, kaum jemand lernt von einem auf den anderen Tag zu schreiben oder das Einmaleins. Damit dein Kind nicht unnötig Panik vor spontanen Prüfungen bekommt, übe mit ihm. Übe jeden Tag. Dafür reichen 10 Minuten vollkommen aus. Das ist nicht lange, es ist eine Zeitspanne, die auch Kinder mit sechs oder sieben Jahren schon gut überblicken können. Es ist ganz leicht 10 Minuten Lernen in den Alltag einzubauen. Es kann während des Kochens am Abend sein, einer Autofahrt oder einfach mal zwischendurch. Am besten machen die Kinder mit, wenn du diese Zeit spielend gestaltest. Verbringe die Zeit damit großteils einfache Aufgaben zu lösen, die Spaß machen, weil sich dein Kind leicht tut. Ab und an kannst du etwas schwerere Aufgaben einbauen, aber nur drei bis vier verteilt auf die gesamte Zeit. Dabei ist es im Übrigen egal, ob du mit deinem Kind buchstabierst, Rechenaufgaben im Kopf löst oder es zu einem bestimmten Thema ausfragst.
    Ach ja, es ist übrigens besser und für die Kinder angenehmer, wenn diese 10 Minuten mit etwas zeitlicher und gerne auch räumlicher Distanz von den Hausaufgaben stattfinden. Auch solltest du versuchen Übungen zu wählen, bei denen es egal ist, ob dein Kind ruhig dasitzt, im Kreis umhergeht oder kopfüber vom Sofa baumelt. Vergiss nicht – es soll Spaß machen zu lernen.
  4. Schaffe Ausgleich
    Nur, wer sich körperlich austoben kann, hat auch die Ruhe und Konzentration still dazusitzen und zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Volle Terminkalender schaffen genau so wenig Ausgleich wie stundenlanges Fernsehen. Das gilt genau genommen nicht nur für die Grundschule, sondern auch für das Erwachsenenalter. Es ist egal, ob dein Kind im Wald spielt, mit anderen Kindern den Sandkasten umgräbt oder Kissenschlachten veranstaltet. Hauptsache es bewegt sich, hat Spaß dabei und kann abschalten. Freizeit, die es so gestalten kann, wie es selbst das möchte, ist extrem wichtig. Mag ja sein, das es toll wäre einen Fußballstar als Kind zu haben, dennoch solltest du dich an dieser Stelle fragen, ob es auch dein Kind toll findet seine ganze Kindheit im Fußballtraining verbracht zu haben. (Aber dazu in einem anderen Artikel einmal mehr)
    Ausgleich Kinder Wald
  5. Schiebe Hausaufgaben nicht auf
    Ich weiß, sie sind lästig und niemand mag sie besonders. Dennoch sind sie mit am wichtigsten. Sie zeigen, ob dein Kind den Stoff des Tages oder der Woche verstanden hat und sorgen dafür, dass dein Kind ihn Zuhause noch mal übt. Es ist wichtig, die Hausaufgaben zu einem Zeitpunkt zu machen, wenn dein Kind sich gut konzentrieren kann. Außerdem, aber das sollte mittlerweile bekannt sein, ist es am besten sich an einem ruhigen und hellen Ort hinzusetzen. Im Schulbus, im Büro der Eltern, am Badesee oder neben lauten, spielenden Geschwistern, ist es eher ungeeignet. Auch sollten sie nicht aufgeschoben werden. Es ist zwar verlockend den Nachmittag draußen zu verbringen oder sich am Wochenende erst mal mit Freunden zu treffen, dennoch sollte die Schule vorgehen. Es spielt sich nämlich deutlich sorgloser, wenn die Hausaufgaben erledigt sind und man sie nicht noch am Abend oder Sonntag erledigen muss. So werden sie auch weniger oft vergessen. Meine Empfehlung wäre ganz klar, von der Schule heimzukommen, kurz etwas zu spielen, bis das Mittagessen fertig ist. Und direkt nach dem Essen mit den Hausaufgaben zu beginnen. Im Anschluss macht das Spielen gleich doppelt so viel Spaß.

Haben dir meine Tipps etwas geholfen?
Oder hast du ganz andere Ideen?
Lass es mich doch wissen!

©Sandra

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